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Flugwindkraftanlage nutzt Höhenwinde für Energieerzeugung

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Im September 2021 schloss die Division Offshore erfolgreich ihre Arbeitspakete in dem öffentlich geförderten Forschungsvorhaben SkyPower100 ab.

Neben SkySails Power, EnBW und der Leibniz Universität Hannover war Omexom in dem Projekt federführend für die Standortsuche, Projektierung, Genehmigung, Erschließung, Fundamentierung sowie für den Netzanschluss der Höhenwindenergieanlage in Klixbüll, Schleswig-Holstein verantwortlich. Damit ist Omexom einmal mehr daran beteiligt, eine Innovation zu einem alltäglichen Wegbegleiter zu entwickeln und einen wertvollen Beitrag für das klimafreundliche Energiesystem der Zukunft zu leisten.

Das Projekt startete 2018 mit dem Ziel, den vollautomatisierten Betrieb einer Höhenwindenergieanlage zu erforschen. Die Gewinnung von Erkenntnissen für die Weiterentwicklung dieser Höhenwindenergieanlage – auch für den Einsatz in Ländern mit großen Freiflächen oder Offshore – ist ebenfalls Ziel des Projektes.

Höhenwindenergieanlagen nutzen den energiereichen und stetigen Wind in Höhen von bis zu 800 Metern. Das Ergebnis ist eine stetige Stromproduktion, so dass mit Hilfe der Höhenwindenergie mehr und besser steuerbare Energie aus Wind gewonnen werden kann. Der landschaftliche Eingriff für den Bau von Flugwindkraftanlagen ist dabei deutlich geringer als bei konventionellen Windenergieanlagen. Zusätzlich erlaubt die leichte sowie kompakte Bauweise das Erschließen von schwer zugänglichen Gebieten. Des Weiteren nehmen Flugwindkraftanlagen dank ihrer schlanken Konstruktion und dem damit verbundenen minimalen Schattenwurf sowie sehr niedrigen Schallemissionen in besonderer Weise Rücksicht auf Mensch und Tier. Folglich haben Flugwindkraftanlagen das Potenzial, eine zukunftsweisende Ergänzung zu bisherigen Windkraftanlagen werden zu können und den Ausbau einer dezentralen erneuerbaren Energieversorgung in Deutschland sowie international weiter zu beschleunigen.

Eine Flugwindkraftanlage besteht aus einer Bodenstation mit einer Seilwinde, in die ein Generator integriert ist. Für die Energieerzeugung zieht ein automatisch gesteuerter Drachen das Seil von der Winde und der Generator erzeugt Strom. Wenn das Zugseil seine maximale Länge erreicht hat, beginnt die Rückholphase: Der Drachen wird in eine Position geflogen, in der seine Zugkraft sehr gering ist. Der Generator arbeitet nun als Motor und wickelt das Seil auf, bis die Länge des Seils kurz genug für die nächste Stromerzeugungsphase ist. Dieser Rückholprozess benötigt nur einen Bruchteil der Energie, die während der Leistungsphase erzeugt wird.

Omexom kreierte in dem Projekt SkyPower100 einen wichtigen Schritt für die zukünftige Definition von Genehmigungsprozessen von Flugwindkraftanlagen. Seit Inbetriebnahme der Anlage wurden bereits die ersten Höhenwindenergieanlagen des Herstellers auf dem Markt verkauft. Omexom ist als Dienstleister, aufgrund bedeutender Erfahrungen, weiterhin in die Folgeprojekte der Kund:innen eingebunden.