Omexom Umspannwerke GmbH
Unternehmensnachrichten 24.04.2018
Spektakuläre Praxisvorführungen krönten BG ETEM Fachtagung "Schutz gegen Absturz an Freileitungen".

Branchen-Premiere zwischen zwei Masten

Einen verletzen Monteur sicher vom Freileitungsmast zu holen, ist schwierig genug. Aber was, wenn es den Mitarbeiter in einem Leitungsfahrwagen trifft – in großer Höhe mitten zwischen zwei Masten hängend? Für dieses Szenario gab es bisher keine sicheren, trainierbaren Routinen. Ein Umstand, den Omexom und Kunde Tennet nicht länger hinnehmen wollten. Kontakte mit Herstellern wurden geknüpft, in zwei Workshops wurden Ideen auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft, bis die passenden Rettungstechniken einer staunenden Fachöffentlichkeit präsentiert werden konnten – eine echte Premiere in der Freileitungsbranche, was da am 17.04. in Korbußen dem Fachpublikum präsentiert wurde!

Lebenssichernde Kernfragen
Das Event im Schulungs- und Trainingszentrum der Omexom Hochspannung war perfekt inszeniert – nämlich als Highlight des ersten Tages der am 17. und 18. April in Gera veranstalteten dritten BG ETM Fachtagung zum Thema „Schutz gegen Absturz an Freileitungen“. Die Reihe war von Dr. Reinhard Lux (BG ETEM) ins Leben gerufen worden, nachdem sich in 2008 mehrere tödliche Absturzunfälle im Freileitungsbau ereignet hatten. Die Kernfragen waren und blieben dieselben: Wie kommt man rauf? Wie bleibt man sicher oben? Wie bewegt man sich? Und wie kommt man sicher wieder runter, im Routinefall, im Notfall? Zur Lösung braucht es natürlich viel vorbereitende Gedankenarbeit, aber noch besser sind praktische Erfahrungen.

Exzellent vorbereitete Praxisdemonstrationen
Entsprechend ging es nach dem ersten Vortragsblock und dem Lunch hinaus ins Schulungs- und Trainingszentrum der Omexom Hochspannung mit seiner berühmten 120 Meter messenden Freileitungs-Übungsstrecke. Insgesamt drei Stationen waren vorbereitet, um die grundlegenden Sicherungs- und Rettungssituationen vorzuführen. Um Rettungsszenarien aus dem Leitungsfahrwagen möglichst wirklichkeitsnah durchzuspielen, hatten Mitarbeiter tief in das Omexom Baukastensystem gegriffen und und eine 20 Meter lange Zusatzstrecke gebaut. Das ermöglichte Demonstrationen in fünf Metern Höhe, die von allen Fachbesuchern bequem und im Detail verfolgt werden konnten und stark beeindruckten.

Networker unter Spannung
Was die Gastgeber – BG ETEM und Partner Omexom Hochspannung – besonders freute: 95 Prozent der 268 Besucherinnen und Besucher blieben bis zum Ende des allerletzten Beitrages am zweiten Veranstaltungstag im Kultur- und Kongresszentrum Gera. Wer die Gepflogenheiten im Rahmen solcher Fach-Events kennt, darf diesen Umstand getrost als Exzellenzbeweis werten: Die Fachvorträge begeisterten durch die Bank. Eine begleitende Ausstellung präsentierte innovative Techniken und Ausrüstungen rund um die Arbeitssicherheit im Freileitungsbau und bot zusätzlichen Stoff für Fachgespräche. Auch das Networking unter den Teilnehmern sollte nicht zu kurz kommen – ein Abendprogramm mit Buffet und Livemusik sorgte dafür, dass die Gesprächsfäden zwischen Referenten und Teilnehmern nicht abrissen.

Mit Sicherheit neue Mitarbeiter
Wie geht es weiter? Eine spannende Frage, denn die nachhaltige Verbesserung der Arbeitssicherheit im Freileitungsbau erfordert kontinuierliche Anstrengungen, was letztlich auch dem Berufsbild zugutekommt. Mehrere Referenten mahnten entsprechend und unisono, die Sicherheitskultur in den Unternehmen zu verstärken, so auch Dr. Friedrich Wilhelm Knebel (CEO Omexom Deutschland), dessen Einführungsvortag die „Verantwortung betrieblicher Führungskräfte“ beleuchtete.

Anerkannter Ausbildungspartner der IHK
Zentraler Impulsgeber auch auf institutioneller Ebene: Das Schulungs- und Trainingszentrum der Omexom Hochspannung in Korbußen. Sie ist Partner der IHK Erfurt, die im Oktober 2016 das Weiterbildungsprogramm zur IHK-Fachkraft Freileitungsmonteur startete. Das Schulungs- und Trainingszentrum der Omexom in Korbußen ist anerkannter Kooperationspartner im Zertifikatslehrgang „IHK Fachkraft Freileitungsmonteur“ und stellt einen von drei Ausbildungs- und Übungsstandorten in Thüringen und Bayern zur Verfügung.